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Biographie
Ich wurde im Spätsommer 1968 in Serbien geboren. Mit vier Jahren zogen meine Eltern nach München und nahmen mich mit. Wie Tausende andere Gastarbeiter-Familien wollten sie in Deutschland ihr Glück finden. Sie wollten viel Geld verdienen, um sich in ihrer Heimat eine Existenz aufzubauen. Doch wie die meisten blieben sie zwischen den Welten hängen. Sie wurden Fremde in ihrem Heimatland, ebenso wie sie Fremde in Deutschland waren. Nach dem Tod meines Vaters 1973, beschloss meine Mutter in Deutschland zu bleiben.
Meine Mutter wuchs in einem kleinen serbischen Dorf auf, und in der Großstadt lauerten, in ihren Augen, überall Gefahren: Drogen, Kriminelle oder weitaus Schlimmeres. Diese Überängstlichkeit sorgte dafür, dass ich die meiste Zeit meiner Kindheit wohlbehütet und alleine zu Hause verbrachte. Das hatte einen Vorteil: Ich galt als überaus fantasievoll. Als meine Mutter dann endlich einen Fernseher kaufte, wurde ich sofort süchtig – wie im Übrigen die meisten Gastarbeiter-Kinder. Wie hypnotisierte Kaninchen saßen wir vor den TV-Geräten und konnten dort ohne Essen und Schlafen stunden- und tagelang ausharren. Meiner Mutter war das ganz recht, so wusste sie wenigstens, wo ich gerade war...
Mit 10 Jahren entdeckte ich schließlich meine Leidenschaft fürs Kino. Ich hatte gerade „Krieg der Sterne“ gesehen und wollte unbedingt Prinzessin Leila treffen und mit Han Solo durch die Galaxie reisen. Ich zog mir an den Wochenenden alles rein, was ich mir mit meinem spärlichen Taschengeld leisten konnte. Damals gab es übrigens Kinovorstellungen für gerade mal 3 DM. Wahnsinn.
Anfang Zwanzig landete ich mehr oder weniger zufällig in der Marketing- und Presseabteilung von Kabel 1. Ich organisierte Presseveranstaltungen und schrieb Hunderte von Pressemitteilungen über Filme, Regisseure und Schauspieler. Was kein Problem für mich war, denn ich kannte ja so gut wie jeden Film – ob Kunst oder Kommerz, ich hatte sie alle gesehen. Eines Tages fiel mir der Film „Stadtneurotiker“ in die Hände, und da wusste ich plötzlich – so etwas wollte ich auch machen – Filme, wie Woddy Allen. Das sagte ich auch dem Produzenten der Bavaria Film bei einem Vorstellungsgespräch. Er lächelte und bot mir einen Job als Sekretärin für sein Autorenteam an. Natürlich lehnte ich ab. In meiner Einfalt dachte ich, Briefe tippen und Telefonate entgegennehmen kann ich schon.
Nach einer Vielzahl von Bewerbungsgesprächen zog ich 1996 nach Berlin, um bei der TV-Serie „OP sucht Dr. Bruckner“ genau das zu tun, was ich eigentlich nicht wollte – als Produktionssekretärin Briefe tippen und Telefonate entgegennehmen. Ich stürzte mich in die Arbeit. Mindestens 12 bis 14 Stunden täglich war ich Sekretärin, Kindermädchen, Kummertante und was gerade benötigt wurde. Die aufregendste und verrückteste Zeit meines Lebens begann. Ich erinnere mich noch an einen Traum aus dieser Zeit: Der Hauptdarsteller der Serie bat mich, ihm den Weg zur Toilette zu erklären, doch so oft ich es auch tat, er verirrte sich immer und immer wieder.
In den nächsten Jahren arbeitete ich für verschiedene Fernsehproduktionen und lernte alles über den Entstehungsprozess einer Serie. So kam ich schließlich im Jahre 2000 in die Producerabteilung der Serie „Küstenwache“ und fand endlich meine Berufung. In den nächsten Jahren entwickelte ich, erst als Junior Producer und später als Producer, über 60 Seriendrehbücher von der ersten Idee bis zum kurbelfertigen Werk.
2003 machte ich die ersten Gehversuche als Drehbuchautorin und verkaufte mehrere selbst entwickelte Drehbücher. Das bestärkte mich in dem Wunsch, das Schreiben zu meinem Hauptberuf zu machen. Nach einer kurzen Auszeit und einem neunmonatigen Intensivdrehbuchkurs in der Drehbuchschule Wolfgang Pfeiffer war es 2007 schließlich so weit. Gemeinsam mit meiner Kollegin Sandra Kasunic gründeten wir „Die Plotfabrik Berlin“.
Realisierte Drehbücher und Exposés
„Entführung auf See“, 6. Staffel „Küstenwache“ mit Co-Autorin, ZDF - 2002
„Hoher Einsatz“, 6. Staffel „Küstenwache“ – rewrite, ZDF - 2002
„Verhängnisvolle Freundschaft“, 7. Staffel „Küstenwache“ mit Co-Autorin, ZDF - 2003
„Wer einmal lügt...“, 7 Staffel „Küstenwache“ mit Co-Autorin, ZDF - 2003
„Tödliche Fracht“, 7. Staffel „Küstenwache“ – rewrite, ZDF - 2004
„Verschworene Gemeinschaft“, 8. Staffel „Küstenwache“ mit Co-Autorin, ZDF - 2004
„Flucht ohne Wiederkehr“, 8. Staffel „Küstenwache – rewrite, ZDF - 2004
„Mord ohne Leiche“, 9. Staffel „Küstenwache“ mit Co-Autorin, ZDF - 2005
„Flucht in den Tod“, 9. Staffel „Küstenwache“ – rewrite, ZDF - 2005
„Mission Impossible“, 9. Staffel „Küstenwache“ mit Co-Autorin, ZDF - 2005
„Jack the Ripper“, „Galileo Mystery“, ProSieben - 2006
„Wiedergeburt“, „Galileo Mystery“, ProSieben - 2006
„Mary Celeste“, „Galileo Mystery“, ProSieben - 2006
„Kinderkreuzzüge“, „Galileo Mystery“, ProSieben - 2007
„Exorzismus“, „Galileo Mystery“, ProSieben - 2007
„Frankenstein“, „Galileo Mystery“, ProSieben - 2007
„Meteorit“, „Galileo Mystery“, ProSieben – 2007
„Vampire“, „Galileo Mystery“, ProSieben – 2007
„Kanonenfutter“, Exposé „GSG 9“, SAT 1 – 2007
Projekte in Arbeit
„Auslandseinsatz“, „Dunkelziffer“, RTL 2007
„Lebensträume“, „Dunkelziffer“, RTL 2007
„Plan B“, Serien-Konzept 2008
„Der Reporter“, Serien-Konzept 2008
„Prophetische Träume“, „Galileo Mystery“, ProSieben – 2008
„Stigmata“, „Galileo Mystery“, ProSieben – 2008
„Inselbewohner“, Projekt für Filmförderung – 2008
Filme bilden nicht die Wirklichkeit ab. Sie sind Metaphern für das Leben.
(John Boorman)

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